Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Geltungsbereich

Diese Bedingungen gelten für alle Verträge zwischen Markus Linder, Linder Digital, Schloßwiesen 5, 74579 Fichtenau (nachfolgend „Anbieter“) und Unternehmern im Sinne des § 14 BGB (nachfolgend „Kunde“) über die Nutzung des KI-Telefon-Assistenten „Kundensignal“ einschließlich aller Zusatzleistungen. Verbraucher können den Dienst nicht buchen; ein Widerrufsrecht besteht daher nicht. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur bei schriftlicher Bestätigung.

§ 2 Leistung

  • Der Anbieter stellt einen KI-gestützten Telefon-Assistenten bereit, der Anrufe auf einer dem Kunden zugeordneten Rufnummer entgegennimmt, Anliegen erfasst, nach den Regeln des Kunden Notfälle weiterleitet und dem Kunden eine Zusammenfassung per E-Mail und im Kundenbereich bereitstellt.
  • Bestandteil sind der Kundenbereich (Anrufe, Termine, Einstellungen, Berichte, Rechnungen), die Auswahl aus zehn deutschen Stimmen (weiblich und männlich), die Einrichtung durch den Anbieter sowie ein Testanruf-Werkzeug.
  • Termin-Anbindung: Termine aus Gesprächen können in den Google Kalender des Kunden eingetragen oder über einen Abo-Link (ICS) in Apple Kalender bzw. Outlook angezeigt werden. Der Kunde erhält zusätzlich eine E-Mail.
  • Der Kunde richtet die Rufumleitung von seinen eigenen Anschlüssen auf die zugeordnete Rufnummer selbst ein; der Anbieter unterstützt dabei.
  • Der Assistent gibt sich zu Beginn jedes Gesprächs als KI zu erkennen. Der Kunde darf diesen Hinweis nicht entfernen.
  • KI-Systeme können Fehler machen. Der Assistent erteilt keine verbindlichen Auskünfte, Preise oder Zusagen; er erfasst Anliegen für den Rückruf. Der Kunde prüft Zusammenfassungen, Termine und Angebotsentwürfe vor der Weiterverwendung.

§ 3 Pakete und Preise

  • Paket Start: 149 € je Monat zzgl. einmalig 490 € Einrichtung. Paket Pro: 249 € je Monat zzgl. einmalig 990 € Einrichtung.
  • Zusatzfunktion „Toni – Angebots-Assistent“: 79 € je Monat, darin enthalten 100 Credits je Kalendermonat. Ein erstelltes Angebot verbraucht einen Credit. Nicht verbrauchte Credits verfallen zum Monatsende.
  • Credit-Nachkauf: 100 Credits 27,50 €, 250 Credits 68,75 €, 500 Credits 137,50 €. Nachgekaufte Credits werden nach Verbrauch des monatlichen Freivolumens genutzt.
  • Eigene Rufnummer: einmalig 19,99 € je Rufnummer (Mobilnummer +49 15… oder Festnetznummer +49 30…). Die Zuordnung erfolgt nach Zahlung; ist eine sofortige Zuordnung technisch nicht möglich, erfolgt sie manuell durch den Anbieter.
  • Alle Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
  • Schaltet der Anbieter dem Kunden Toni kostenfrei frei, entstehen für die Dauer der Freischaltung keine Kosten; der Anbieter kann die Freischaltung jederzeit beenden.

§ 4 Zahlung und Rechnungen

  • Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe mit den dort angebotenen Zahlungsarten. Einrichtungsgebühren, Rufnummern und Credit-Pakete sind sofort fällig, monatliche Gebühren jeweils im Voraus für den kommenden Abrechnungszeitraum.
  • Rechnungen stellt der Anbieter elektronisch im Kundenbereich unter „Rechnungen“ als PDF bereit; verbrauchte Toni-Credits werden dort als eigener Posten ausgewiesen. Der Kunde stimmt dem elektronischen Rechnungsversand zu.
  • Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Dienst nach vorheriger Ankündigung vorübergehend sperren; gesetzliche Verzugszinsen bleiben unberührt.

§ 5 Laufzeit, Kündigung

  • Der Vertrag beginnt mit Freischaltung und läuft auf unbestimmte Zeit. Jedes Abonnement ist monatlich zum Ende des laufenden, bereits bezahlten Abrechnungszeitraums kündbar.
  • Die Kündigung erfolgt selbstständig im Kundenbereich unter „Rechnungen“ oder in Textform an den Anbieter. Nach der Kündigung werden keine weiteren Beträge eingezogen; die Nutzung bleibt bis zum Ende des bezahlten Zeitraums möglich. Eine Kündigung kann bis zum Periodenende zurückgenommen werden.
  • Die Zusatzfunktion Toni kann getrennt gekündigt werden, ohne das Kundensignal-Abonnement zu beenden. Bereits gekaufte Credits verfallen mit dem Ende der Toni-Laufzeit.
  • Einmalige Leistungen (Einrichtung, Rufnummer, Credit-Pakete) werden nicht erstattet.
  • Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt, insbesondere bei Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen oder rechtswidriger Nutzung.
  • Nach Vertragsende werden Gesprächsdaten innerhalb von 30 Tagen gelöscht; der Kunde kann sie vorher im Kundenbereich einsehen und exportieren. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten für Rechnungsdaten bleiben unberührt.

§ 6 Pflichten des Kunden

  • Der Kunde stellt die Richtigkeit seiner Angaben (Leistungen, Preisliste, Notfallnummern, Öffnungszeiten) sicher und hält sie aktuell. Angebotsentwürfe von Toni beruhen ausschließlich auf der hinterlegten Preisliste.
  • Der Kunde informiert seine Anrufer über den Einsatz der KI und die Datenverarbeitung, z. B. mit den Textbausteinen des Anbieters (siehe KI-Hinweis).
  • Der Kunde schließt mit dem Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab und nutzt den Dienst nur für eigene geschäftliche Zwecke; keine Weitergabe des Zugangs an Dritte.
  • Der Kunde nutzt den Dienst nicht für Werbeanrufe oder Kaltakquise (§ 7 UWG) und hält Zugangsdaten sowie den Kalender-Abo-Link geheim; Verlust ist unverzüglich zu melden.
  • Angebote und Termine sendet der Kunde erst nach eigener Prüfung an seine Anrufer; er bleibt für den Inhalt verantwortlich.

§ 7 Verfügbarkeit

Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit von 99 % im Monatsmittel. Ausgenommen sind Wartungsfenster, Störungen der Telefonnetze sowie der eingesetzten Dienstleister (Sprach-KI, Telefonie, KI-Textmodelle, Zahlungs- und E-Mail-Dienst), auf die der Anbieter keinen Einfluss hat. Bei Ausfall empfiehlt der Anbieter, die Rufumleitung vorübergehend auf eine Mailbox zu setzen; der Kunde wird über bekannte Störungen informiert.

§ 8 Haftung

  • Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
  • Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf die in den letzten zwölf Monaten gezahlten Gebühren.
  • Der Anbieter haftet nicht für entgangene Aufträge infolge nicht oder fehlerhaft erfasster Anrufe, für Inhalte und Preise, die der Kunde selbst hinterlegt hat, für von der KI vorgeschlagene und vom Kunden versendete Angebote oder für Störungen von Telefonnetzen und Drittdiensten.
  • Gewährleistungsansprüche verjähren in zwölf Monaten.

§ 9 Datenschutz

Es gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO (siehe Auftragsverarbeitungsvertrag) sowie die Datenschutzerklärung des Anbieters.

§ 10 Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist, soweit zulässig, der Sitz des Anbieters. Änderungen dieser Bedingungen werden dem Kunden vier Wochen vorher in Textform mitgeteilt; widerspricht er nicht, gelten sie als angenommen. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

Stand: September 2026

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